12 von 12 im Juni – ein Sonntag zuhause

12 von 12 – mal an einem Sonntag. Gestern war ich zum Frühstück nicht da, also gab es noch kein Taschengeld für die Kinder. Nicht dass Gattin es nicht auch geben könnte, aber Ritual ist Ritual. Bei K2 (7) landet es im Tresor und wird zu gegebener Zeit in knisternde Scheine gewechselt.

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Wie einfach war zu Studentenzeiten noch die Wäsche. Einmal pro Woche eine Maschine mit 60 Grad, das musste reichen. Heute wird in 4-5 Körben separat gesammelt und höchst individuell gewaschen. Gut, wir sind ja auch zu viert.

Gebügelt wird seit einiger Zeit von mir an Sonntag Morgen – auch so ein Ritual. Der Hügel wird dabei nach Fraktionen bearbeitet: Heute zuerst die Hemden, dann Hosen, Geschirrtücher und zum Schluss ein guter Turm aus Gattins geplätteten und gefalteten Oberteilen erstellt.

20160612_082312-480x853Aus einem kurzen „Ich räume den Kaufladen weg, damit im Herbst der Kontrabaß Platz hat“, wurde eine Grundreinigung des Zimmers von K2. Und es gab eine Kiste für den traditionellen großen Spielsachenflohmarkt des Stadtteils am letzten Samstag der Sommerferien. Die Belegtweets dazu:

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Der Blick nach draußen/unten geht auf den sehr überschaubaren Ballungsraum-Reihengarten. Große Zeltübernachtungsaktionen wie bei anderen Twitterern kommen da erst gar nicht in Betracht (nicht dass ich das vermissen würde).

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Das Wochenende ist immer etwas von Koffeinentzug geprägt. So kommt der obligate Espresso nach dem Mittagessen, garniert mit einem Viertelstündchen Ausruhen, gerade recht.

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Mit diversen Unverträglichkeiten in der Familie versorgt (Lactose, Fructose bei Gattin und jüngerem Sohn) ist Selbermachen bei Vielem angesagt. Seit kurzem auch bei Eis und so gab es heute selbstgemachtes Schokoladeeis. Mit dabei: fünf Stunden eingeweichte Cashewkerne und ganz viel Zartbitterschokolade.

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Durch die Bank war es heute regnerisch. Immer wieder kam kurz die Sonne raus und kaum war der Gedanke an einen Spaziergang gereift, kamen die nächsten dicken Tropfen. Der einzige, dem’s gefiel, war der Gesell auf dem Tisch.

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Drinbeschäftigung heißt für K2 derzeit, komplexe Legomaschinen zu bauen mit verborgenen Schiebemechanismen etc. Hier mal ganz einfach eine Art von Lichtorgel …

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„Gummi zieht sich bei Wärme zusammen.“ Das lernte ich bei der GFS von K1 (12), an der er heute ziemlich lang arbeitete und die er in Powerpoint goss. GFS ist ein ausführlicheres Referat, eine „Gleichwertige Feststellung von Schülerleistung“. Thema ist „Die Ausdehnung von Materialien, Flüssigkeiten und Gasen bei Temperaturunterschied.“ Und ich muss sagen, da hatte ich von Studierenden schon chaotischere Präsentationen gesehen. Das Mentoring geschah durch meine liebste Gattin, die als M/PH-Lehrerin hierfür prädestiniert ist.

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Jugend forscht – auch in der Badewanne. Badewasser-Tabletten schäumen und treiben bunte Sauce aus einem Loch im Deckel der Flasche. Soviel sei verraten, die rote Farbe verteilte sich danach noch weit darüber hinaus.

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Ich sagte ja schon, viel wird selber gemacht. Hier entstehen leckere Ofenschlupfer (süße Hefe-Minibrötchen), die K2 gerne in die Schule mitnimmt. Wir frieren sie ein und ich taue sie morgens in der Mikrowelle nach Bedarf auf.

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Nach vielen Jahren ist vermutlich bald Schluss mit dem abendlichen Vorlesen, wenn auch K2 selber lesen mag – er lernt es ja gerade. Heute las ich mal wieder vor, die bei beiden Kindern sehr beliebten Geschichten der „Kinder aus Bullerbü“. Platz ist natürlich auf dem Hochbett mit Quatsch-Kuschel-Raufen zur dem Schlafen.

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Und wenn heute Abend nicht noch irgendetwas Unvorhergesehenes passiert, geht ein recht ruhiger Regensonntag zu Ende.

Noch ganz viel mehr 12 von 12 im Juni gibt’s hier.