12 von 12 im Mai – mit dem Rad ins Büro

Der heutige Bilderreigen „12 von 12“ hat wieder einen thematischen Schwerpunkt. Heute illustriere ich etwas meinen Arbeitsweg mit dem Fahrrad vom Scharnhauser Park, einem Stadtteil Ostfilderns und dem Ziel in Stuttgart-Mitte.

Rund 14 Kilometer geht der Weg und die ersten 20 Höhenmeter gehen rauf zum nächsten Stadtteil, der Parksiedlung. Hier gibt’s den Blick auf den Scharnhauser Park, der erst vor rund 15 Jahren aufgesiedelt wurde und vorher amerikanisches Militärgelände war. Heute hat er rund 10.000 Einwohner. Rechts die Grundschule von K2, daneben die Brücke der Stadtbahn.

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Die Filder (=Felder) sind eine Hochebene und liegen zwischen dem Neckartal, der Stadt Stuttgart und dem Flughafen. In Blickrichtung Süden sieht man in grob in Richtung Flughafen und schwäbischer Alb und erblickt oft startende oder landende Flugzeuge – je nachdem, in welcher Richtung der Flugverkehr geht.

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Auf der Strecke nach Heumaden, wo das Gemeindegebiet Stuttgarts beginnt, geht es durch Felder, immer parallel zur Stadtbahnlinie. Wald gibt es auf der Filderebene praktisch nicht, dafür ist der Boden zu fruchtbar bzw. der attraktive Wohn-Speckgürtel zu bebaut. Die Strecke ist etwas tückisch, denn bei sanft 1% Steigung (und häufigem Westwind) geht es langsamer voran als der Weg es einem erscheinen lässt. Bis zum Fernsehturm, dem Scheitelpunkt der Strecke, sind es gut 120 Höhenmeter Unterschied von Zuhause aus.

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Durch Sillenbuch, einem „besseren“ Stuttgarter Stadtteil, wird der Radweg zum Rinnsal, erst baulich vom Gehweg getrennt, dann als gemischte Verkehrsfläche. Aufgrund des dichten Verkehrs fahren aber die meisten Radler trotzdem darauf. Die Stadtbahn verläuft hier unterirdisch unter der Straße.

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Acht Kilometer der Strecke geht mein Weg von Zuhause ab praktisch parallel zur Stadtbahn (U-Bahn) Linie 7. Bei einem 10-Minuten-Takt ist die Versuchung schon sehr groß, mich morgens einfach in die Bahn zu setzen (fährt praktisch vor der Tür ab) und mich in 22 Minuten ins Stadtzentrum schaukeln zu lassen. Da wären es nur noch 10 Fußminuten ins Büro. Aber so freue ich mich, an all den Wartenden an den Haltestellen vorbeiradeln zu können und sehe den 1-2 mich überholenden Bahnen zu.

Hier bin ich fast am höchsten Punkt der Strecke, kurz vor dem Stuttgarter Fernsehturm, wo mein Weg in den Wald abbiegt. Und just überholt mich die Stadtbahn.

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Durch den Wald geht es nun in den Stuttgarter Talkessel hinunter. Abwärts geht es so flott, dass ich den schönen Mischwald fast nicht genießen kann.

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Doch schon nach zwei Kilometern beginnen die ersten Straßen. Unter anderem komme ich an dieser Straße vorbei, mit 22% Gefälle sicher eine der steilsten in Stuttgart. Daneben läuft eine der vielen Stuttgarter Treppen (Stäffeles genannt – wobei diese hier nur moderat steil ist, das gibt es noch ganz andere Treppen, über 100!).

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Auch künstlerisch bietet der Weg Abwechslung, auf den Höhenlagen finden sich eher die teureren Häuser und Villen:

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Auf halber Gefällestrecke ergibt sich ein schöner Ausblick auf Stuttgart und die Kessellage wird sehr deutlich. Gut 200 Meter geht es vom Fernsehturm runter.

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Ich fahre direkt ins Stadtzentrum rein und komme auch an der längsten Fußgängerzone Deutschlands vorbei, der Königstraße. Doch zuvor heißt es, den Wilhelmsplatz zu überqueren, eine sehr unfallträchtige Hauptkreuzung der Stadt. Im Blick halblinks (neben dem Geradeaus-Schild) ist der Tagblatt-Turm, das erste Stahlbeton-Hochhaus Deutschlands, 1928 fertiggestellt und gerade frisch renoviert.

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So, bei Kilometer 14 in ich im Stuttgarter Zentrum angelangt bei meinem Arbeitgeber, der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart (eva), wo ich als Fundraiser (Leiter Kommunikation – Freunde und Förderer) tätig bin.

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Seit einem Jahr ist auch das Parkproblem für Fahrräder gelöst. In der Tiefgarage wurde gleich neben der Einfahrt ein großer Parkplatz mit einer Abstellanlage und Gitter versehen, so dass die Räder geschützt sind.

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Und die Statistik sagt, dass es hinwärts 14 Kilometer sind und rund 140 Höhenmeter rauf, 250 Höhenmeter runter. Und wie man am Diagramm unschwer sieht, heißt das am Heimweg erst einmal, aus dem Stuttgarter Kesser hoch zu strampeln, bevor es die Filder-Ebene sanft runter läuft.

Hinwärts bin ich meist rund 50 Minuten unterwegs, am Rückweg 65 Minuten. Mehr dazu im Blogbeitrag „Zeitfresser Fahrrad?“.

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Mehr 12 von 12 gibt’s hier.

2 Gedanken zu „12 von 12 im Mai – mit dem Rad ins Büro“

  1. Schöne Strecke. Respekt! Bei mir sind es nur 8 km bis zur Arbeit und brettel-eben. Aber jetzt muss ich erst mal warten bis mein Sprunggelenk nach meinem Fahrradunfall vom 03.03. wieder fit ist. Daher heißt es zur Zeit Bus und Bahn.
    Viele Grüße
    Astrid

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