2017-15: Nachher muss ich noch …

Musst Du auch so viel machen? Ich muss in die Arbeit gehen, muss das Frühstück machen, muss mir einen Kaffee holen, muss zum Cello-Unterricht, muss Cello üben, muss einen Blog-Beitrag planen, muss auf die Toilette gehen, muss das Kind ins Bett bringen, muss noch die Zeitung lesen, muss die Zähne putzen, muss jetzt schlafen.

Ob außer mir noch jemand so oft die Worte „Ich muss …“, „Ich muss noch …“ verwendet? Dieser Tage fiel es mir mal auf, wie oft ich im Zusammenhang mit irgendwelchen Tätigkeiten ein „muss“ vorweg setzte. „2017-15: Nachher muss ich noch …“ weiterlesen

2017-8 Der Alltag ist gar nicht so übel …

Geh‘ vorsichtig mit dem Alltag um.

Gestern sah ich mit den Jungs und Gattin einige alte Aufnahmen am Computer von 2005-2012 an. Alles querfeldein, von der Kita bis zum Urlaub, Weihnachten und Ausflüge, Garten und Geburtstag. Bei Kindern in diesem Alter ist das jedes Mal eine Zeitreise und bei den frühen Aufnahmen ist man manchmal froh, anhand der Kleidung die eigenen Jungs identifizieren zu können.

Und uns fielen all die Geschichten und Erlebnisse ein, die mit den Aufnahmen verbunden sind. Wir erlebten die Situationen nach, die zu den begeisterten und weniger begeisterten Blicken führten. Und zumindest bei uns beiden Älteren kam etwas Nostalgie auf. Und ich merkte plötzlich: Der Alltag ist doch eigentlich gar nicht so übel; zumindest im Rückblick.

Ach ja: Heute und morgen und übermorgen sind vielleicht auch schon wieder Tage, die wir in wenigen Jahren als goldene Vergangenheit verklären werden. Und wenn wir schlau sind, genießen wir den Alltag schon dann, wenn er geschieht. Also jetzt. Vorsichtig festhalten …