Langeoog 2017 – und Vorfreude auf das nächste Jahr

Dieses tolle Shirt, welches – im Urlaub bestellt – zuhause auf uns wartete, hat übrigens Jürgen @irgendlink designt und kann bei Spreadshirt bestellt werden.

Wieder einmal Langeoog. Ein Ferienziel, auf das sich alle in der Familie gleichermaßen freuen. Drei Wochen Inselluft im August, Sand, Entspannen, Lesen, Radeln, Fotografieren, Joggen, nichts tun.

Die zwei großen Koffer haben wir, wie seit 8 Jahren, wieder auf die Insel per DHL vorgeschickt. Aus der Zeit mit dem Kinderwagen geboren, ist uns das zur guten Routine geworden und reduziert das Reisegepäck und den Aufwand beim Umsteigen doch beträchtlich.

 

 

Und das Inselgefühl beginnt in guter Tradition mit der Fährüberfahrt von Bensersiel ab. Übrigens ausnahmsweise mal kein tidenabhängiger Fährverkehr, sondern ganz regelmäßig über den Tag verteilt. Dann darf man sogar mal einen Anschlusszug verpassen, ohne dass man panisch werden muss.

Erstmals warteten die vorgeschickten Koffer nicht in der Ferienwohnung. Es war keiner da, als DHL läutete. Grmpf. Aber – happy end – am Montag kamen sie dann gleich und alles Notwendige für die Nacht hatten wir im Reisegepäck dabei.

Der erste Weg nach der langen Anreise – von Tür zu Tür mit U-Bahn, Bahn, Bahn, Bahn, Bus und Fähre waren es doch fast 11 Stunden – führte uns zum Strand. Abend war es und die Strandkörbe erzählten einander von ihren Tagesgästen.

Langeoog ist zwar autofrei, aber doch nicht so klein, dass wir ohne Fahrrad auskommen möchten. Alleine zum Lieblingsstrandstück sind es 2-3 km. Entgegen jeglicher Twitter-Konvention bekam K2 ein Fahrrad mit der Aufschrift K1:

Über den Preis der Fahrradmiete decken wir lieber den Mantel des Schweigens …

(4 Räder für 3 Wochen kosten rund 360,- Euro).

Entspannen war angesagt und so blieb Zeit, sich intensiv dem Treibgut am Strand zu widmen.

Die letzten Winterstürme hatten kräftig an den Dünen genagt, so wurde nun aufwändig eine Strandaufspülung durchgeführt.

 Nur am Strand sitzen wäre mir dann doch etwas zu beschaulich. Guten Vorsätzen brav folgend, im Urlaub aus der Gewohnheit ausbrechend, schaffte ich in 21 Tagen doch tatsächlich 9 Laufeinheiten zu 10 km, bis mich ein HNO-Infekt bremste. Da ich meine Lieblings-Laufstrecke bereits kannte, konnte ich trotz des obligatorischen 1.-Tag-Kopfschmerz in aller Ruhe starten und im bequemen Tempo meine Runde durch den Ort, das Wäldchen, am Hafen entlang, auf dem Deich und durchs Pirolatal traben; immer im gemütlichen 6-1-6-1-…Tempo (6 Minuten laufen, eine Minute gehen).

Faszinierend finde ich immer wieder, wenn mich die Schwalben beim Joggen auf dem Deich fast einen Kilometer lang spielerisch und elegant begleiten und umrunden.

Urlaub ist, wenn …

Wobei mich das wieder vor Probleme stellte:

Einen teuren Abstecher per Fähre leisteten wir uns noch. Es ging nach Baltrum, die vorletzte ostfriesische Insel, welche wir bisher nicht kannten. Eine gute Gelegenheit, barfuß neue Wege zu erkunden.

Natürlich haben die Nordsee-Inseln keine Schön-Wetter-Garantie. Aber das weiß man ja vorher und packt sich ausreichend E-Book-Reader für alle ein.

Die Lektüre war nicht anstrengend, trotzdem riss der Faden der Brille und ich war sehr froh, die Reservebrille dabei zu haben.

Fein, war, dass auch die Familie von K2’s bester Freundin auf der Insel war, so dass doch hin und wieder ein bekanntes Spielkind in erreichbarer Nähe war.

Das Joggen hielt ich, wie oben erwähnt, eisern durch. Auch wenn es manchmal durchaus feucht-windige Anwandlungen hatte. Aber mit etwas Inselkenntnis weiß man ja, in welche Richtung man bei welcher Windrichtung am besten startet. Außerdem bekommt mir frisches Wetter eh besser als zuviel Sonne und Wärme.

K2 hatte auch sportliche Anwandlungen, wohingegen K1 es eher gemütlich angehen ließ. Wobei ich nach einer Stunde Toben am Strand schon merke, wie kräftig K1 mittlerweile ist.

Drei Wochen Urlaub, da stellt sich bald so etwas wie eine Urlaubsroutine ein. Bei mir heißt das, dass ich wieder spätestens um 6 Uhr morgens wach bin.

Am Strand hält unser nicht-patentierter Flaschenkühler das Wasser angenehm kühl. Zeit, um einige Fotos zu machen. K1 hatte die neue tolle Spiegelreflex-Kamera zwar mitgenommen, durfte sie aber nicht an den Strand nehmen. Gemein, aber für alle einsichtig. Auf dem Weg hatten wir bereits vor 7 Jahren einen Apparat geschrottet.

Wer uns suchte, fand uns wie immer bei unserem Strandzelt.

Aber die Handy-Kamera tat auch gute Dienste:

 

Und mit der folgende Aufnahme der Steilküste Langeoogs brachte ich eine Facebook-Gruppe gehörig zum Grübeln, an welcher Ecke der Insel diese Stelle wohl wäre. Einige hatten auch heiße Tipps, wo die Aufnahme entstanden war. Doch nur einer hatte die richtige Idee:

(Foto in einem 50cm-Sandloch der Jungs.)

Der große Vorteil unserer Ferienwohnung war – neben dem W-LAN -, dass wir einen Backofen zur Verfügung hatten. So kamen wir nicht nur zu selbstgemachter Pizza, sondern auch zu frisch gebackenem Dinkelbrot. Einem der wenigen Rezepte, welches ich mittlerweile auswendig kann. Während der Backzeit kann der zweite Kaffee auf der Terrasse bei einem Buch genossen werden.

Ein beständiger Wegbegleiter ist der Sanddorn, welcher pur allerdings sehr gewöhnungsbedürftig ist …

Schon seltener sind die Rinder (welche Rasse? keine Ahnung?), welche mit ihrem Zottelfell perfekt für das eher raue Inselklima gemacht scheinen.

Ein echter Ostfriese werde ich aber wohl nie werden, solange ich meine Schwarztee-Angewohnheiten nicht ändere.

Dass es auf Langeoog auch manchmal regnet, erwähnt ich wohl schon …

Wobei mir klimatisch die Region mit ihrem maritimen Klima schon sehr liegt.

Von der Landschaft ganz zu schweigen…

Und Dramatik bietet das Inselwetter immer wieder:

Drei Wochen gehen manchmal sehr schnell rum … schnief …

Es folgt ein Wettstreit mit @frau_rebis, die zeitgleich von Berlin aus auf der Rückreise in Zügen mit Radabteilen ist, wer wohl eher im Südwesten ankommen wird. Am Ende waren wir fast zeitgleich unterwegs …

Und wie in jedem Jahr wird bereits bei der Abreise überlegt, auf welche der ostfriesischen Inseln es im kommenden Jahr gehen soll. Denn klar ist, der Sommerurlaub führt uns gen Norden.

 

PS: